WIDERRUFSRECHT
7. WIDERRUFSBELEHRUNG FÜR VERBRAUCHER
Die folgenden Bestimmungen gelten ausschließlich für Kunden, die Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) sind und deren Vertragsschluss im Fernabsatz (zB über den Online-Shop) oder außerhalb von Geschäftsräumen erfolgt.
7.1. WIDERRUFSRECHT
Der Verbraucher hat das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen einen mit Paul & Bohne abgeschlossenen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt:
- Bei Kaufverträgen über Waren: 14 Tage ab dem Tag, an dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren (bzw. bei Teillieferungen die letzte Ware) in Besitz genommen hat.
- Bei Dienstleistungsverträgen (zB Beratung): 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Verbraucher Paul & Bohne mittels einer eindeutigen Erklärung (zB ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über den Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
Der Verbraucher kann dafür das gesetzliche Muster-Widerrufsformular verwenden (welches auf der Website zum Ausfüllen bereitsteht, nämlich hier), dies ist jedoch nicht vorgeschrieben. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist abgesendet wird.
7.2. Folgen des Widerrufs: Wenn der Verbraucher diesen Vertrag widerruft, hat Paul & Bohne dem Verbraucher alle Zahlungen, die von ihm erhalten wurden, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass eine andere Art der Lieferung als die angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt wurde), unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über den Widerruf dieses Vertrags bei Paul & Bohne eingegangen ist. Für diese Rückzahlung wird dasselbe Zahlungsmittel verwendet, das der Verbraucher bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt hat, es sei denn, es wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden dem Verbraucher wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Paul & Bohne kann die Rückzahlung verweigern, bis die Waren wieder zurückerhalten wurden oder bis der Verbraucher den Nachweis erbracht hat, dass er die Waren zurückgesandt hat, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Der Verbraucher hat die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag, an dem Paul & Bohne über den Widerruf dieses Vertrags unterrichtet wurde, zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn die Waren vor Ablauf der Frist von 14 Tagen abgesendet werden. Der Verbraucher trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. Der Verbraucher muss für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist.
7.3. Ausschluss des Widerrufsrechts: Der Verbraucher hat gemäß § 18 Abs 1 FAGG kein Rücktrittsrecht bei Verträgen über:
- Waren, die nach Kundenspezifikationen angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind (zB individuell gemischte Kaffeesorten, spezielle Mahlungen nach Kundenwunsch) (§ 18 Abs 1 Z 3 FAGG).
- Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum schnell überschritten würde (§ 18 Abs 1 Z 4 FAGG).
- Waren, die versiegelt geliefert werden und aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder aus Hygienegründen nicht zur Rückgabe geeignet sind, sofern deren Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (zB geöffnete Kaffeeverpackungen, Aromaschutzventile) (§ 18 Abs 1 Z 5 FAGG).
- Dienstleistungen im Bereich der Freizeitgestaltung, sofern für die Vertragserfüllung ein bestimmter Zeitpunkt oder Zeitraum vertraglich vorgesehen ist (dies gilt für alle fest gebuchten Workshops und Seminare gemäß § 18 Abs 1 Z 10 FAGG).
- Dienstleistungen, wenn Paul & Bohne – auf Grundlage eines ausdrücklichen Verlangens des Verbrauchers sowie einer Bestätigung des Verbrauchers über dessen Kenntnis vom Verlust des Rücktrittsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung – mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Rücktrittsfrist begonnen hatte und die Dienstleistung sodann vollständig erbracht wurde (§ 18 Abs 1 Z 1 FAGG).